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Behördenwegweiser Deutschland

Gewerbeschein

So bekommen Sie Ihren "Gewerbeschein"

Wann Sie ein Gewerbe anmelden müssen

Steuer Jede Aufnahme einer selbstständigen, gewerblichen Tätigkeit, egal ob Sie sie haupt- oder nebenberuflich ausführen, ist anzeigepflichtig. Selbst wenn Sie nur ein paar Stunden pro Woche selbstständig arbeiten, benötigen Sie einen Gewerbeschein. Maßgeblich ist, dass Sie diese Tätigkeit über einen längeren Zeitraum ausüben und eine Gewinnerzielung anstreben. Ausgenommen von dieser Pflicht sind die freien Berufe sowie Land- und Forstwirte.

Wo Sie den Gewerbeschein bekommen

Den Gewerbeschein erhalten Sie bei Ihrer Gewerbemeldestelle des zuständigen Ordnungsamts oder der Gemeindeverwaltung. Sie können den Antrag meist auch telefonisch anfordern oder aus dem Internet herunterladen. Füllen Sie den Antrag in Ruhe zu Hause aus. Achtung: Verschweigen Sie dem Gewerbeamt Ihre Selbstständigkeit, handeln Sie sich Ärger ein. Es droht ein Bußgeld. Dazu kommt: Das Finanzamt fordert Steuernachzahlungen. Ihr Einkommen wird rückwirkend geschätzt. Diese Schätzung fällt fast immer zu Ihrem Nachteil aus.
Wichtig: Das Gewerbe müssen Sie dort anmelden, wo das Unternehmen angesiedelt sein soll. Bei einer nebenberuflichen Selbstständigkeit, die Sie von zu Hause aus beginnen, ist die Behörde Ihres Wohnorts zuständig.

Was der Gewerbeschein kostet

Je nach Gemeinde zahlen Sie zwischen etwa 15 und 60 Euro für eine Gewerbeanmeldung.

Was Sie für eine Gewerbeanmeldung mitbringen müssen

  • Ihren gültigen Personalausweis oder Reisepass,
  • je nach Tätigkeit – zum Beispiel Gastronomie oder Personenbeförderung – eine Erlaubnis oder Genehmigung,
  • eine Handwerkskarte, falls Sie einen Handwerksbetrieb gründen,
  • eine Gewerbekarte für handwerksähnliche Betriebe,
  • eine Aufenthaltsgenehmigung, falls Sie nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen oder nicht EU-Bürger sind.

Für diese Gewerbe brauchen Sie eine besondere Erlaubnis – auch im Nebenerwerb

Grundsätzlich besteht in Deutschland Gewerbefreiheit. Doch es gibt viele Ausnahmen von dieser Regel. Für schätzungsweise 35 Prozent aller Gewerbeanmeldungen benötigen Sie eine Erlaubnis. Diese beantragen Sie bei der jeweils zuständigen Behörde – zum Beispiel beim Finanzamt, Steueramt, Ordnungsamt. Zu diesen Gewerben zählen etwa der Betrieb einer Fahrschule, eines Pfandhauses oder einer Kindertagesstätte.
Die Nachweise lassen sich in drei Kategorien unterteilen:

- persönliche Zuverlässigkeit
zum Beispiel durch die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses und Auszugs aus dem Gewerbezentralregister sowie eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts
- sachliche Voraussetzungen
zum Beispiel Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (durch Auszug aus dem Insolvenzregister und Auszug aus dem Zentralschuldenregister), erforderlicher Zustand der Gewerberäume durch Bauzeichnung
- fachliche Voraussetzungen
Ausschlaggebend sind hier je nach geforderter Qualifikation die Teilnahme an einer Weiterbildung mit und ohne Prüfung, eine Ausbildung oder ein Studium.

Die IHK Köln hat eine Übersicht der genehmigungspflichtigen Gewerbe und der dafür erforderlichen Voraussetzungen zusammengestellt.

Erkundigen Sie sich bei Ihrer IHK, bei welcher Behörde Sie die notwendigen Dokumente beantragen müssen. So sparen Sie Zeit. Vielfach finden Sie die Informationen auch auf den Internet-Seiten Ihrer IHK und Ihres Wohnorts, für Köln zum Beispiel unter www.ihk-koeln.de und www.stadt-koeln.de unter Bürgerservice, Gewerbe. Unter www.dihk.de finden Sie die zuständige IHK in Ihrer Nähe.

Freiberufler müssen sich selbst beim Finanzamt anmelden, da dieses nicht vom Gewerbeamt verständigt wird. Die meisten freie Berufe erfordern den Nachweis von qualifikatorischen, aber auch finanziellen und baulichen Voraussetzungen (sog. geregelte Freie Berufe).

Handwerker: Ein Handwerksunternehmen darf nur führen, wer eine Meisterprüfung abgelegt hat. Bei einer GmbH genügt, wenn ein Meister als technischer Betriebsführer eingestellt ist. Eine Anmeldung bei der Handwerkskammer ist notwendig (Handwerkerrolle). Für sog. "handwerksähnliche Berufe" benötigt man zwar keinen Meisterbrief, wohl aber den Eintrag in der Handwerkerrolle (sog. "Anlage B"). Die Liste der Handwerksberufe und der handwerksähnlichen Berufe ist im Internet auf den Seiten des Zentralverbandes des deutschen Handwerks ( www.zdh.de) zu finden.

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